Sanierungsverfahren im Souterrain einer 100 Jahre alten Villa


Im Souterrain, in dem sich die Einliegerwohnung befindet, sollen alle von Salzausblühungen
und Schimmel befallenen Wände saniert werden. Foto 1
Da eine Außenabdichtung nicht möglich ist, wird eine Innenabdichtung mit Produkten der
Fa. Remmers durchgeführt.
Hierzu wird zunächst der Putz abgeschlagen, alle Fugen ausgekratzt und die Flächen
mechanisch gereinigt. Foto 2
Um das Mauerwerk zu verfestigen, wird mit Silikatverfestiger grundiert und anschließend eine
mineralische Grundverkieselung mit Kiesol aufgebracht, das die Eigenschaft hat, sich in den
Kapillarporen der Wand abzulagern und diese zu verengen.
Danach wird mit einer Abdichtungsschlämme die Wand dicht geschlämmt. Foto 3
Um aufsteigende Feuchtigkeit in Außen- und Innenwänden zu unterbinden, wird eine
nachträgliche Horizontalsperre mittels eines Injektionsverfahrens eingebaut. Hierzu
werden in bestimmten Abständen Bohrlöcher gesetzt, in die mit Niederdruck Kiesol eingeleitet
wird. Die Bohrlöcher werden am Ende mit einer Suspension verschlossen.
Die Bohrlöcher sind auf dem Foto 3 zu sehen, bei Innenwänden etwa Kniehoch, an erdberührten
Außenwänden unterhalb der Decke.
Dann wird ein sulfatbeständiger Vorspritzmörtel als Haftgrund angeworfen, auf den der Sanierputz
in 2 Lagen aufgebracht wird. Die 1. Lage ist ein speicherfähiger und salzwidriger Grundputz, die
2. Lage ist diffusionsoffen, wasserabweisend und sulfatbeständig.
Zum Schluss werden die Wände mit diffusionsoffener Silikatfarbe gestrichen.